DIE PRÄNATALE PHASE

UNSERE ERSTEN LEBENS-ERFAHRUNGEN

Pia Funcke, www.funcke-pia.ch, Weg- und Prozessbegleiterin, die pränatale Phase

WIR ALLE SIND EIN GESCHENK GOTTES - EIN WUNDER!

Jeder Menschen durchlebt im Mutterschoss seiner Mutter eine pränatale Lebensphase, welche auf unser späteres Leben einen grossen Einfluss hat. Die pränatale Phase beginnt bei der Zeugung und endet bei unserer Geburt.

 

Wir sind von allem Anfang an lebendige Materie, LEBEN, das durch die Seele ca. im 4. Monat "beseelt" wird. Unsere Seele hat ihren Plan und will ihre Erfahrungen durch uns machen. Dadurch werden wir zur heiligen Frucht, die IMMER wertvoll, ein Geschenk Gottes und ein Wunder ist. Je bewusster die Eltern, desto bewusster die Seele des Kindes. In jedem Falle findet unsere Seele genau das richtige Gefäss für ihr Wachsen und Gedeihen.

 

Wir kommen also nicht als "unbeschriebenes Blatt", wie einst Sigmund Freud gedacht hatte, zur Welt.

Ganz im Gegenteil - wir erleben aus nächster Nähe all die Gefühle, die unsere Mutter und Vater während dieser Zeit bewegen und durchleben. Wir begegnen all ihren glücklichen Momenten wie auch ihren schmerzlichen. Alles wird über den Mutterschoss in unserem Körpergedächtnis gespeichert und wird uns in unserem Leben begleiten. 

 

Der Platz im Mutterschoss ist ein HEILIGER Raum. Die ersten grundlegenden Erfahrungen, die wir als Mensch darin machen, sind im besten Falle die der Liebe, der Geborgenheit, des Urvertrauens, der Sicherheit, des Genährt seins und des Schutzes. Schnell können sie sich in Todesängste, in Gefahr, Nicht-Gewollt-Seins wandeln, abhängig von den äusseren Begebenheiten und der Gefühle von unseren Eltern.

 

Wie wichtig ist es, sich der kostbaren Frucht im heiligen Raum unseres Mutterschosses bewusst zu sein!

 

Der Mutterschoss ist ein wunderbarer Ort und Anlass des Wandels und der Veränderungen bei gleicher Identität, ähnlich wie bei einem Schmetterling oder so wie beim Samenkorn, das  sich in einen Baum verwandelt. Dies sind Erfahrungen, die wir nicht technisch erklären können, sondern sie sind ein Mysterium. Hier sind wir eng mit unserer Göttlichkeit verbunden. So hat all unser Werden seinen göttlichen Sinn. 

 

Die stärkste Wandlung erfahren wir bei der Geburt. Das Heilige sich Einlassen von Mutter und Kind auf die Geburt, begründet im Ich-Du Verhältnis. Wir begreifen nicht was geschieht, aber es geschieht. Wir sind ergriffen von dem was geschieht, es ist ein heiliges Miteinander. 

 

Die Gebärmutter kann auch ein Ort des Sterbens sein. Wir Frauen können Mit-Schöpferinnen, wie auch Mit-Todesbringerinnen sein, was ziemlich erschreckt, wenn wir uns dessen bewusst werden. Beides kann mit oder ohne oder gar gegen den Willen der Frau geschehen. 

Der Mutterschoss ist jedoch nicht das Grab. Die frühverstorbenen Embryonen, die Fehlgeburten oder Totgeburten, wie auch die Abtreibungen sterben in der Gebärmutter, werden mit dem Blut ausgespült oder durch einen medizinischen Eingriff geholt. Das gleiche kann auch bei einem ungeborenen Zwilling oder Drilling geschehen, den man oft nicht als einen solchen entdeckt und bezeichnet, was ein lebenslanges Suchen zur Folge haben kann. 

 

Wir Frauen haben dank des Organs "Gebärmutter" eine ureigenste Macht zur Transformation und zur Schöpferkraft. Durch die Menstruation können wir Frauen ein "wie neu geboren" erleben. Die erste Regelblutung, wie die Menopause sind tief greifende Wandlungen im Leben von uns Frauen.